Paul Urbanek „Standards Vol. 1“

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Wenn ein Jazzpianist Standards (Solo) interpretiert, kommen Improvisation und Komposition einander sehr nahe. Die Partitur entsteht im Moment, jede Version ist anders, bei jeder neuen Interpretation. Jeder Song hat seine Geschichte, die immer wieder anders erzählt wird. Diese Stücke, die man als 50+ Jazzpianist zum Teil schon 40 Jahre lang kennt, in verschiedenen Besetzungen und Stilistiken gespielt hat,
wieder neu zu entdecken, und von der vertrauten Grundsubstanz ausgehend zu abstrahieren, ist ein spannendes Unterfangen.
Bei vielen Stücken müßte ich große Teile erst transkribieren, um nachvollziehen zu könnnen, wie die Partitur aussieht, die ich da improvisiert habe. Aber auch ohne das Material zu notieren, bleiben wesentliche Ideen im Kopf und fließen in der Konzertsituation in die neue, wieder improvisierte Version ein. Wayne Shorter hat gesagt: Composing is Improvisation slowed down“.